Das Berufsbild des Software Asset Managers – für erfahrene Hasen und die, die es werden wollen

24/11/2025

Das Berufsbild des Software Asset Managers – für erfahrene Hasen und die, die es werden wollen

In einer zunehmend digitalisierten Welt, in der Software nicht nur Werkzeug, sondern strategischer Erfolgsfaktor ist, gewinnt das Berufsbild des Software Asset Managers stetig an Bedeutung. Doch was genau macht ein Software Asset Manager eigentlich – und wie wird man einer? Dieser Beitrag richtet sich sowohl an Branchenneulinge als auch an erfahrene Profis, die ihre Rolle reflektieren oder weiterentwickeln möchten.

Was macht ein Software Asset Manager?

Der Software Asset Manager ist verantwortlich für die Verwaltung, Kontrolle und Optimierung von Software-Lizenzen innerhalb eines Unternehmens. Ziel ist es, die Compliance sicherzustellen, Kosten zu senken und Risiken zu minimieren. Dabei bewegt sich der Software Asset Manager an der Schnittstelle zwischen IT, Einkauf, Recht und Management.

Zu den typischen Aufgaben gehören:

  • Management von Lizenzverträgen und Software-Inventar
  • Analyse von Nutzungsdaten zur Optimierung der Bestandslizenzen
  • Beratung bei Software-Beschaffung, Vertragsverhandlungen und IT-Projekten
  • Erstellung von Auswertungen zu Beständen, Kosten und Risiken
  • Compliance-Überwachung und Steuerung von Software-Audits
  • Pflege und Optimierung des SAM-Tools
  • Prozessuale Integration des SAM

Welche Fähigkeiten braucht ein Software Asset Manager?

Ein guter Software Asset Manager muss sowohl über umfassende Fachkenntnisse als die richtigen Soft Skills verfügen:

Erforderliche Fachkenntnisse (u.a.):

  • Kenntnisse in Vertrags- und Lizenzmodellen
  • Erfahrung mit SAM-Tools
  • Verständnis von IT-Prozessen
  • Technisches Verständnis zu IT- und Cloud Services und Architekturen
  • Verständnis für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge

Erforderliche Soft Skills (u.a.):

  • Analytisches Denken
  • Kommunikationsstärke
  • Verhandlungsgeschick
  • Durchsetzungsfähigkeit
  • Fähigkeit, komplexe Sachverhalte verständlich zu vermitteln

Wie erfolgt der Einstieg und welche Karrierepfade gibt es?

Der Einstieg in das SAM ist vielfältig. Es gibt keinen klassischen Ausbildungsweg, daher ist der Anteil der Quereinsteiger hier besonders hoch.

Die Quereinsteiger kommen häufig aus:

  • IT-Administration
  • Einkauf
  • IT-Service und Provider Management
  • Projektmanagement oder mit juristischem Hintergrund
  • Weiteren Fachrichtungen

Der Wissensaufbau erfolgt durch:

  • Learning-on-the-job
  • Herstellerspezifische und generische SAM-Trainings
  • Vernetzung und Austausch mit Gleichgesinnten in Interessensgruppen und Fachveranstaltungen (wie z.B. die SACS)
  • Market Intelligence Services (wie das VOCC)

Wie in anderen Berufsfelder auch, sind unterschiedliche Karrierepfade möglich:

  • Fachkarriere: häufig mit einer Spezialisierung auf Hersteller, Tools oder Prozesse bzw. operatives und strategisches SAM
  • Führungskarriere: Übernahme von Personalverantwortung z.B. als Teamleitung oder einhergehend mit erweiterten Zuständigkeiten (z. B. für das IT Contract/Vendor Management oder IT Compliance)

Wie sieht SAM in der Beratung aus?

In der Beratung sind die Themen sehr ähnlich, die Aufgaben aber weniger stark wiederkehrend, da projektbasiert gearbeitet wird.

Die Arbeit in der Beratung ist gekennzeichnet durch:

  • Hohe Abwechselung durch projektbasierte Arbeit
  • Schneller Erfahrungszuwachs
  • Vielseitige Branchen und unterschiedliche Unternehmensspezifika
  • Individualisierte Lösungen (keine Konzepte von der Stange)

In der Beratung werden unter anderem folgenden Anforderungen gestellt:

  • Flexibilität
  • Anpassungsfähigkeit an immer neue Kundensituationen
  • Kundenorientierung
  • Neugier und Interesse
  • Belastbarkeit und Stressresistenz

Karrierepfade in der Beratung:

  • Fachkarriere: als Experte im Fachgebiet
  • Führungskarriere: mit Übernahme von Projektsteuerung, Vertrieb und Geschäftsentwicklung

Natürlich gibt es auch Schattenseiten in der Beratung, die hier nicht verschwiegen werden sollen. So kann die Arbeitslast bei Projektspitzen höher ausfallen. Ebenso kann vorkommen, dass man Konzepte ausarbeitet, die eventuell nicht umgesetzt werden bzw. bei deren Umsetzung man nicht mehr beteiligt ist, so dass das direkte Feedback zum Erfolg des Konzepts fehlt.

Blick in die Zukunft

Das Berufsbild des Software Asset Managers wird in hohem Maße vom technologischen Fortschritt, externen Rahmenbedingungen sowie dem Handeln der Software- und Cloudanbieter geprägt.

Im Besonderen haben dabei Einfluss:

  • Zunehmende Cloudifizierung und die damit einhergehende Umstellung auf Subscription- und nutzungsbasierte Abrechnungsmodelle
  • Potentiale durch künstliche Intelligenz und Automatisierung von Routineaufgaben im SAM
  • Integration mit anderen Disziplinen (ITAM, FinOps, Cybersecurity, ESG-Reporting und IT-Governance) zur Effizienzsteigerung
  • Regulatorische Anforderungen mit Auswirkungen auf die Leistungs- und Lieferbeziehungen

Das Tätigkeitsfeld des Software Asset Managers wird dadurch noch umfassender, übergreifender und strategischer und auf absehbare Zeit nicht langweilig.

Fazit

Der Software Asset Manager ist längst mehr als ein Lizenzverwalter. Er ist Berater, Analyst und Vermittler – und spielt eine wesentliche Rolle in der digitalen Transformation von Unternehmen. Für Einsteiger bietet das Berufsbild spannende Entwicklungsmöglichkeiten, für erfahrene Hasen die Chance, sich als strategischer Berater zu positionieren.

Du bist auf der Suche nach einem spannenden Einstieg oder dem nächsten Entwicklungsschritt, dann schau bei unseren Einstiegsmöglichkeiten rein. Vielleicht können wir Dich schon bald bei uns im Team begrüßen.

 

Verfasser: Felix Baran (Die Ausarbeitung erfolgte unter Zuhilfenahme eines KI-basierten Assistenten)